EINSICHTEN. 02

„Lebensfreude“ ( High Spirit )

KunstRaum Weißenohe e.V.

Klosterstraße 20,  91367 Weißenohe

 

Sponsoren und Unterstützer:

BILDENDE KUNST IN WEISSENOHE

Motiv von Anton Hantschel

Teilnehmende Künstler/innen:

Georg Baier

Ulrike Beckmann

Sabine Braun

Uwe Gerhardt

Anton Hantschel

Bettina Jaenicke

Winston Kelley

Lutz Krutein

Biggi Liebich

Eva Mandok

Tilman Oehler

Janusz Radtke

Jürgen Rosner

Efthymia Sampsonidou

Peter Schmidt

Kerstin Schmitt
Sabine Schuster

Detlef Schweiger

Corinna Smok

Christian Vittinghoff

Christiane Weber

Ute Woracek

Nilüfer Yildirim

Ausstellungsdauer: 04.bis 25. September 2016,

Vernissage: 3. September um 19:00 Uhr

Eröffnung durch Katharina Winkler und Lutz Krutein.


Martti Mäkkelä (Fürth) spielt und singt lustige und traurige Lieder, frisch vom Rande des Lebens.


Das Hotel am Rande des Abgrunds, Vortrag zur Thematik der Ausstellung von Uwe Gerhard.

Vernissage 03.09.2016, 
Fotos: Janusz RadtkeVernissage_2016.html
Vernissage 03.09.2016,
Fotos: Barbara HerbstVernissage_2016_2.html
Ausgestellte Werke,
 Fotos: Janusz RadtkeWerkdoku_2016.html
EINSICHTEN.02
„Lebensfreude“ (High Spirit)
PDFLebensfreude_1_files/Ausschreibung%20Lebensfreude.pdf
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„Lebensfreude“
EinladungskarteLebensfreude_1_files/egohead_wohe_3.jpg
EINSICHTEN.02
„Lebensfreude“
PlakatLebensfreude_1_files/WOhePlakat%20kl1_1.pdf

Etwas Wollen

Der Mensch wie er sein soll, verspürt Lust am Tun, er hat Interesse, andere Menschen zu treffen, alleine oder gemeinsam zu planen, zu arbeiten, zu essen und zu trinken oder eine Freizeitbeschäftigung zu genießen. Diese Aspekte beschreiben scheinbar jedermanns Alltag. Sie verändern ihre Bedeutung, wenn wir sie aus der Sicht der Menschen betrachten, denen die Möglichkeit von sich aus tatkräftig zu werden nur eingeschränkt oder gar nicht zur Verfügung steht. Die Spanne reicht hier von Kranken, Verletzten, Alten, Menschen mit Behinderung/ en, über Elternteile mit Kleinkindern bis zu Menschen, die eine Sozialphobie entwickelt haben, die der Dinge überdrüssig geworden sind, die unter speziellen Ängsten leiden, sich verfolgt oder bedroht fühlen, in einer Strafvollzugsanstalt oder in einer psychiatrischen Einrichtung gefangen sind, die Hunger leiden, in Kämpfe verwickelt sind oder sich in ähnlichen oder sonstigen Zwangszuständen befinden. Diese Situationen sind keine Einzelfälle, sondern die Mehrheit aller Menschen lebt tatsächlich auch im 21. Jahrhundert noch unter fremdbestimmten, unerfreulichen bis katastrophalen Umständen.

Freude verbreiten

Wenn auch das Fehlen von Freude und Hoffnung im Allgemeinen als Depression angesehen wird, so soll damit nicht gleichzeitig gesagt sein, dass Nicht-Depressive besonders viel Tatkraft und Lebensfreude versprühen. Denn entscheidend für die Entwicklung von Freude und Tatkraft ist neben dem Lebensumfeld vor allem die subjektive Wahrnehmung und positive Deutung der eigenen Lebensumstände und Chancen, die Entwicklung von Hoffnung und Zuversicht und die Bewertung des eigenen Handelns als sinnvolles Tun. Eine darüber hinaus gehende, anhaltende, tiefe und ansteckende Lebensfreude ist ein Glücksfall und gleichzeitig ein Geheimnis, das wir nicht wirklich ergründen können. Diese Gabe lässt sich weder mit Reichtum oder sozialem Stand, noch mit Kultur, Religion, Ernährung, dem Grad der Intelligenz oder dem Stand des Wissens erklären. Vielmehr können wir den Ursprung dieses Phänomens überhaupt nicht erklären. Möglicherweise bleibt uns die Entdeckung der Ursache in diesem Fall verborgen, da es sich einfach um ein Geschenk handelt.

Immer wieder gern genommen

in der Produktions- und Verwertungsgesellschaft steigt die Erwartung an die lohnabhängig Beschäftigten, sich eine positive Ausstrahlung zuzulegen. Für eine erfolgreiche Karriere in den Führungsebenen ist eine „freundliche Aufmerksamkeit“ obligatorisch. Hier wird schlicht und einfach die Abhängigkeit des Individuums in dessen Befindlichkeit von der umgebenden Gesellschaft und ihren Bedingungen negiert. Kündigung, Versetzung, Erhöhungen des Arbeitspensums sollen nicht nur mit Fassung getragen, sondern stets als Chance gesehen werden. Damit richtet sich die Kritik permanent an die jeweilige Arbeitskraft, die es eben versteht, sich einzurichten oder versagt. Falls der Mensch seine Karriere wohlgemut begonnen hat, könnte es sein, dass die ursprüngliche Fröhlichkeit unter diesen Umständen versiegt.


                                                                                        Lutz Krutein

Ausstellungsubersicht.html